Montag, 6. April 2015

Reisebericht Teil VI - Bergziegen

Nachdem ich nun herausgefunden hatte, dass Ventoso fast überall gut frei laufen kann, machten die Wanderungen erst richtig viel Spaß, auch in den bergigeren Gegenden. Er folgt wirklich gut, ist vorsichtig und geht nicht allein "auf Schlür", da sind Pacolino und Yeki ja erheblich selbstbewusster und eigenwilliger. Hoffentlich ist das nicht allein seiner Jugend geschuldet, sondern bleibt auch auf Dauer so ...

Jedenfalls ging's mal wieder recht steil bergauf, die Aussicht war eine schöne Belohnung!








Beim Abstieg beobachteten wir Pferd und Esel, denen wir schon im letzten Herbst begegnen waren, sie wurden gerade auf ihre Weide gebracht. Wir waren sehr neugierig, wie sich die Hunde verhalten würden. Pacolino war superfreundlich, er hatte allerdings auch gar keine Berührungsängste, während die beiden Azawakh nicht ganz so vertrauensseelig waren und lieber vorsichtig auf Pferd und Esel zugingen.



Tja, und nun sitzen wir wieder im kalten Deutschland und sehnen uns zurück nach Frankreich ...

Montag, 30. März 2015

Leistungscoursing Ostercappeln, 29.03.2015

Am gestrigen Sonntag waren 82 Hunde zum Leistungscoursing in Ostercappeln gemeldet, darunter leider nur drei Azawakh. Die Veranstaltung fand bei zunächst leichtem Regen statt, doch ab der Mittagspause  verstärkte sich der Regen.

Die Azawakhs waren in den Läufen17 und 18 an der Reihe, Ventoso sollte mit einem anderen jungen Rüden laufen, er hatte einen brillianten Start. Getreu dem Motto "neue Besen kehren gut" gab er Hackendampf und war - sehr zum Leidwesen seines Laufpartners - zunächst nicht einzuholen. Das sah auf den ersten Metern noch toll aus!

Am Start

Doch irgendwie verstärkte sich mein Eindruck, dass der Laufpartner von Ventoso so sehr konsequent meinem Hund und weniger dem Lockmittel, folgte. Dann bestätigte sich meine Befürchtung - Ventoso wurde angegriffen:

Der Angriff begann ca. im letzten Drittel des Parcours und erstreckte sich über einen für mich schier endlos wirkenden Zeitraum. Ventoso versuchte verzweifelt, der Attacke zu entgehen, doch sein "Partner" zeigte "Biss" und verfolgte ihn hartnäckig, immer wieder zuhackend - die Notwendigkeit von Maulkörben ist allerdings nicht erst seitdem für mich bewiesen! Für mich war der Höhepunkt erreicht, als Ventoso bei einem Wendemanöver in einen Graben stürzte, zum Glück rappelte er sich wieder auf, flüchtete weiter, und irgendwann gelang es ihm, zu Yeki, der am Start war, zu laufen. Sehr zu meiner Überraschung konnte Yeki - ohne körperlichen Einsatz - den Angriff unterbrechen, der Angreifer konnte von seinen Besitzern dann endlich eingefangen werden.

Ich war bedient! Doch Yeki wollte nun auch noch zu seinem Recht kommen, und er lief mit viel Freude und Begeisterung:


Jens hatte inzwischen Ventoso gründlich untersucht, der bis auf einige Schrammen keine Verletzungen davon getragen hat. Der folgende Spaziergang war durch den Regen natürlich nur wenig entspannend für die Azawakhs.

Der Laufpartner von Ventoso zwar inzwischen disqualifiziert worden, so dass ich beruhigt einem sicheren Lauf zusammen mit Yeki entgegen sehen konnte. Das klappte gut, so dass Ventoso wenigstens noch einen komplikationslosen Lauf genießen konnte. Ich hoffe, dass dies zu seiner Sicherheit beitragen wird.

Schlussendlich ging es wie folgt aus:

Platz 1 - Tigidit Ventoso - 101 Punkte, CACC
Platz 2 - Tombouktou's Yeki - 93 Punkte

Gesamtergebnisse

Nun heißt es wieder üben, sichere Laufpartner finden, damit Ventoso auch künftig unbeschwert laufen kann.

Ansonsten haben wir den Tag durchaus genossen, für das Wetter kann niemand etwas, der Ablauf war einwandfrei, technische Probleme sind mir nicht aufgefallen, und eine Salukihündin, die gleich zum Anfang des Coursings entlaufen war, war dann auch bald sicher wieder bei ihrer Besitzerin.

Alle Fotos wurden von Michaela Schönfeldt zur Verfügung gestellt - hab vielen lieben Dank dafür, liebe Michaela!

Freitag, 27. März 2015

Reisebericht Teil V - Ein bisschen Kultur

Natürlich gibt es in Gruissan so viel mehr zu sehen als nur Strand und Meer. Selbst im Naturschutzgebiet "La Clape" gibt es Sehenswürdigkeiten, so zum Beispiel "La Chapelle de Notre-Dame des Auzils". Ein wirklich wunderschöner Ort. Die Kapelle selbst in zur Zeit leider geschlossen, doch schon der Weg hoch ist insbesondere durch die Erimitage sehr sehenswert.



Der Aufstieg zur Kapelle
Der Garten ist wunderschön und auch außerhalb der Saison sehr gepflegt. Hunde haben Zutritt, müssen dort allerdings an der Leine geführt werden.



Überall entlang des ca. 1000 m langen Weges bis hoch zur Kapelle stehen Gedenkstätten, auffällig und weniger auffällige Kreuze mit Inschriften, die an Verstorbene erinnern.

Oben angekommen wäre ich wirklich gern in die Kapelle gegangen, aber da diese nun geschlossen ist, war dies nicht möglich. Doch auch um die Kapelle herum gibt es viel zu sehen, u. a. auch der Eingang zu einer Grotte, und der Fernblick aus der Höhe war großartig!

Ventoso

Die Kapelle

Eine der Gedenkstätten

Fernblick

So gern ich die Kapelle einmal von innen sähe, so ungern möchte ich mich natürlich in der Saison durch die Besuchermassen drängen, jedenfalls nicht mit Hund. So konnte Ventoso weitestgehend frei laufen und auch Yeki und Pacolino konnten sich weitestgehend ungezwungen bewegen. Schön war's jedenfalls!

Montag, 23. März 2015

Senior Xeno sucht Lebensplatz! - ZUHAUSE GEFUNDEN!

"Sorgenkind Xeno sucht einen Windhunde-Liebhaber der ihm die letzten Jahre noch versüsst.

Der ältere Herr wurde in der letzten Zeit leider sehr vernachlässigt, weil seineBesitzerin schwer erkrankte und nicht mehr in der Lage war, sich ausreichend um ihn zu kümmern. Xeno ist ein typischer Vertreter seiner Rasse. Erst mal Fremden gegenüber sehr zurückhaltend, schliesst aber nach kurzer Zeit enge Freundschaft zu seinen Bezugspersonen. 

Mit Artgenossen kommt er klar, sofern sie ihn einfach in Ruhe lassen. Ob er Katzen kennt wissen wir nicht, könnte aber getestet werden. Xeno hat einige „Baustellen“, so ist er zur Zeit noch etwas übergewichtig, und hat keinerlei Muskulatur. Dies muss langsam wieder ausgebaut werden. Gesundheitlich geht es ihm von Tag zu Tag besser.

Für unseren Senior wünschen wir uns ein ruhiges Heim, bei einem selbstbewussten Menschen der ihm die nötige Sicherheit geben kann." (Zitat Sarah Zellweger-Schneider, Hundepension Meissholz/CH). 





Weitere Informationen und Kontaktdaten gibt es hier. 

Donnerstag, 19. März 2015

Reisebericht Teil IV - La Camargue

Zurück zum Ort, wo ich die allerschönsten Urlaube meiner Kindheit verbracht habe ...

Zum freudigen Wiedersehen gehört jedoch auch das böse Erwachen, naja, zumindest macht sich Ernüchterung breit. Im letzten Urlaub hatten wir Aigues Mortes ja bereits besucht, in Port Camargue selbst waren wir nur ganz kurz. Dieses Mal nahmen wir uns mehr Zeit und fanden problemlos das Hotel, in dem ich zig Urlaube mit meiner Familie verbracht habe, das "Le Chabian". Der Parkplatz ist moderner als damals, doch die kleine "Einkaufsmeile" beherbergt immer noch kleine Restaurants, eine Diskothek, einen Sparmarkt, das meiste ist jetzt natürlich geschlossen. Der Strand - in meiner Erinnerung riesengroß - ist recht überschaubar, dafür aber Bettenburgen, soweit das Auge reicht. Schrecklich. Damals stand das "Le Chabian" allein am Ende einer Sackgasse ...



Überhaupt hat es seine besten Zeiten wohl hinter sich. Ich bin angesichts der Betonmassen drum herum froh, nicht auf die Idee gekommen zu sein, dort ein Appartement zu buchen.

Neben dem vielen Beton finden sich Boote und Pferde, überall wird die "Promenade à cheval" angeboten, Ausritte für Jedermann. Wo früher Camarguepferde ihren Einsatz hatten, und selten mal ausrangierte Stierkampfpferde, stehen nun alle erdenklichen Rassen und Typen. Die Ställe sind unüberschaubar groß, hatte ich zuvor davon geträumt, mal wieder Stallluft zu schnuppern, verging mir die Lust dort gründlich. Obwohl die Hochsaison noch lange nicht in Sicht ist.

Weiter ging es nach Aigues Mortes. Die wunderschöne Mittelalterstadt kann man gar nicht oft genug besichtigen. Zunächst nahmen wir uns eine Stündchen für uns, ganz ohne Hunde, für einen Bummel durch die kleinen Gassen. Dort kann man wunderbar im Schatten der alten Stadtmauer parken.


Anschließend sollten die Hunde nun noch zu einem ausgiebigen Spaziergang um die alten Mauern herum kommen. Herrlich in dem Sonnenschein!


Dann war der Nachmittag auch schon wieder rum. Doch auch die Heimfahrt hatte viel sehenswertes zu bieten, wie beispielsweise Flamingos.

Mein Fazit ist, dass ich froh bin, dass ich Gruissan gefunden habe, was zwar touristisch ebenfalls äußerst erschlossen ist, aber doch noch "im Rahmen". Es gibt noch "mächtig viel Gegend", allein schon durch das Bergmassiv "La Clape", wo man herrliche Wanderungen unternehmen kann. Trotzdem hat die Camargue ihren Reiz ... wenigstens außerhalb der Saison.

Mittwoch, 18. März 2015

Reisebericht Teil III - Wetterkapriolen

14 Tage Sonnenschein liegen hinter uns. Zwar war es zeitweise recht frisch, aber oftmals waren T-Shirt und Sandalen angebracht. Herrlich!

Schlagartig hatte dies ein Ende ... 24 Stunden Regen!!! Gut, die Natur hatte diesen längst schon bitter nötig. Doch nach 24 Stunden hatte der Spuk tatsächlich ein Ende. Der zwischenzeitlich doch sehr ausgetrocknete Strand hatte wieder einen ansehnlichen Wasserstand erreicht.

Zwar waren wir während des Regens nicht vollkommen untätig geblieben, aber ein Strandspaziergang von 45 Minuten im Regen und eine Nachmittagsrunde von 30 Minuten - ebenfalls im Regen - lasten die Hunde ja nicht wirklich aus. So hatten diese ganz schön Energie zum Flitzen!





Das Meer war zum ersten Mal seit Ankunft mal wieder richtig rauh und unruhig, eigentlich total schön anzusehen. Aber an "barfuß im Mittelmeer" ist angesichts der Wassertemperaturen definitiv nicht zu denken.

Sehr entspannend ist, dass man angesichts des vielen Wassers weniger darauf achten muss, ob die Hunde "Unsinn" machen wollen. Pacolino driftet ja gern mal in Richtung Salinen ab, alle drei begrüßen auch gern mal fremde Hunde, auch über eine weitere Distanz, so dass man eigentlich permanent ein Auge auf sie haben muss, um sie ggfs. rechtzeitig zurückzurufen. Doch aufgrund der Tatsache, dass insbesondere die Azawakhs eindeutig trockene Füße bevorzugen, kommen sie erst gar nicht in Versuchung, "zu weit" zu gehen. Selbst ein zügiges Quad am Dünenrand konnte sie nicht durch das Wasser locken ...

Nur Paco schreckt das Wasser gar nicht. Der mag aber auch keine Quads begleiten. Er genießt vielmehr seine tägliche "Kneipp-Kur".



Damit kann er die Azawakhs ja wirklich nicht locken, ein bisschen neidisch beobachten sie ihn durchaus, aber die Scheu vor dem Wasser siegt.


Samstag, 14. März 2015

Fotonachlese Coursing Carcassonne, 07./08.03.2015

Jean-Pierre Stievenazzo hat sich die Mühe gemacht, das Wochenende in Bildern festzuhalten und zur Verfügung zu stellen: